Herzlich Willkommen auf der Homepage der Musikkapelle der katholischen Pfarrgemeinde Dossenheim e.V.

Die nächsten Termine

  • 20.06.2019 : Fronleichnam Gottesdienst & Prozession - Dossenheim, kath Kirche
  • 13.09.2019 : Kerwe - Dossenheim, Kronenburger Hof
  • 22.09.2019 : Sportlerehrung - Dossenheim
  • 13.10.2019 : Pferdesegnung - Dossenheim, Reitplatz
  • 09.11.2019 : Martinszug - Dossenheim

Grandioses Frühjahrskonzert

Es ist der vergangene Sonntag, kurz nach 18 Uhr als das Anfängerorchester auf der Bühne der Jahnhalle Dossenheim Platz nimmt. Die minimale Zeitverzögerung ergibt sich daraus, dass sich doch mehr Besucher als erwartet auf den Weg gemacht hatten und noch schnell ein paar zusätzliche Stühle gestellt werden müssen, sodass jeder ein Plätzchen finden kann. Unter der Leitung von Andreas Müller eröffnen die jungen Musiker und Musikerinnen mit dem aus "Mary Poppins" bekannten "Superkalifragilistikexpialigetisch" den Konzertabend. Es ist ein sicherer und schwungvoller Auftakt.

Während unser 1. Vorsitzender Jürgen Merkel die Gäste des heutigen Abends begrüßt, macht sich das Jugendorchester spielbereit. Dirigiert von Florian Wolf erklingt "Writing´s on the wall", der epische Titelsong des James Bond Films "Spectre". Kleine Verschnaufpause für die Musiker und Musikerinnen, während unser Moderatorenteam Petra Scheltwort und Burkhard Wolf das zweite Stück des Jugendorchesters ankündigt. Unter der Leitung von Miriam Reinhard spielt das Jugendorchester "The Lion King", ein abwechslungsreiches Medley aus den bekanntesten Stücken aus dem Disneyfilm "König der Löwen". Der starke Auftritt wird mit Applaus belohnt.

Mit dem fanfarenartigen "The Olympic Spirit" steigt das Hauptorchester musikalisch in den Abend ein. Es ist das Eröffnungsstück der Olympischen Spiele 1988 in Seoul, als Jürgen Klinsmann noch in der olympischen Fußballnationalmannschaft spielte. Ganz im Gegensatz dazu steht das folgende Stück "Der Lehrmeister" von Robert Sheldon. Ganz zart und unscheinbar fängt dieses Stück an, um sich dann mit einer kurzen Pause der Ruhe kontinuierlich zu einem furiosen Ende zu steigern. Und temperamentvoll und stürmisch geht es direkt weiter, denn im folgenden Stück "Einherjar" vertonte Jeremy Bell die Welt der nordischen Mythologie rund um Odin und die Walküren. Man kann durch die energische und rhythmisch scharf akzentuierte Musik die blutigen Schlachten und unerbittlichen kriegerischen Auseinandersetzungen deutlich vor sich sehen. Weiter geht es mit dem Titel "To seek the glorious", der alle dazu einlädt dem Herrlichen und Wunderbaren dieser Welt nachzuspüren. Vielfältig ist sie, unsere Welt, und so beinhaltet dieses Stück einige anspruchsvolle Taktwechsel. Die Zuhörer kommen in den Genuss eines wunderschönen, lyrischen Trompetensolos, das an den Flug eines Adlers erinnert, der majestätisch am Himmel schwebt und mit seinen scharfen Augen auf die Welt blickt. "To seek the glorious" endet mit einem hymnischen Teil, in dem sich Johann Sebastian Bachs Kantate 140 "Wachet auf, uns ruft die Stimme" versteckt. Das letzte Stück vor der Pause stammt von unserem Haus- und Hofkomponisten Jacob de Haan, der uns zum Jubiläumjahr "The White Stone" komponiert hatte. In "The Saint and the City" verarbeitet de Haan anspruchsvoll den Choral "Laudate Dominum". Erzählt wird die Geschichte von einem Kampf des Erzengels Michael mit einem Drachen. Nach der ruhmreich gewonnenen Schlacht brauchen Musiker und Zuhörer erstmal eine kleine Pause. Glücklicherweise stehen die vielen Helfer und Helferinnen des Vergnügungsausschuss mit Speis und Trank bereit.

Es ist inzwischen kurz nach halb acht, als es wieder leise wird und jeder auf seinen Platz zurückkehrt. Eine Polka gehört traditionell ins Programm des Frühjahrskonzerts und so eröffnet das Hauptorchester mit der Polka "Böhmische Liebe" von Mathias Rauch den zweiten Teil. Im Anschluss erklingt wieder ein Medley, nämlich "The Symphonic Gershwin". Dieses Stück ist von Warren Barker arrangiert worden und enthält alle bekannten Melodien George Gershwins, eines bekannten US-amerikanischen Komponisten. Wer sich in der Jazz-Szene auskennt, dem sind die folgenden Ausschnitte aus "Rhapsody in Blue", "An American in Paris" und "Cuban Overture" sicher nicht fremd. Und auch das nächste Stück stammt aus der Feder eines amerikanischen Komponisten und Flügelhornisten. Chuck Mangione schrieb mit "Children of Sanchez" den Soundtrack zum gleichnamigen Film, für den er auch einen Grammy erhielt. "Children of Sanchez" ist ein tolles, bildgewaltiges und melodiöses Stück Filmmusik. Verschiede Solisten kommen zum Zug, unter anderem Horn, Percussion, Glockenspiel, Saxophon und Trompete. Um den Abend abzurunden, fehlt jetzt eigentlich nur noch eines, nämlich etwas Bigbandmusik alla Glenn Miller und Co.. Mit "Big Band Tribute", ebenfalls wieder arrangiert von Warren Barker, erklingt ein Medley vieler berühmter Jazz-Standards. Das offizielle Programm ist nun beendet und das Publikum klatscht, sodass die Pfarrmusik mit dem fetzigen "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten", bekannt aus dem gleichnamigen Film von 1965, als Zugabe nachlegt. Weiterhin Applaus. Das Jugendorchester kommt nach vorne und bezieht rechts und links vor der Bühne Aufstellung und gemeinsam wird mit "Rockin Robin" zur zweiten Zugabe aufgespielt. Das Publikum klatscht begeistert mit. Es gibt Standing Ovations und so erklingt noch einmal ein Teil aus "Children of Sanchez" als ultimativer Ohrwurm für den Heimweg.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses fantastischen Abends beigetragen haben. Allen voran unseren Dirigenten Miriam Reinhard, Andreas Müller, Florian Wolf und Robin Pfeifer für die Stückauswahl und ihre Engelsgeduld bei der teils nervenaufreibenden Probenarbeit, unseren beiden Vorständen Jürgen Merkel und Markus Rich, dem Vergnügungsausschuss mit seinen Helfern und Helferinnen, unserem Moderatorenteam Petra Scheltwort und Burkhard Wolf, unserem Kamerateam Andreas Neumann und Christian Meier und last but not least natürlich bei Ihnen allen, die Sie zu unserem Konzert gekommen sind und uns durch den Abend getragen haben.